... haben wir alle. Während unser Schließmuskel die Kontinenz für festen Stuhl ermöglicht, sind unsere Hämorrhoiden für die Feinkontinenz zuständig, das heißt mit diesen Gefäßpolstern halten wir flüssigen Stuhl und Luft (quasi wie Türblatt und Dichtungsgummi). Beschwerden verursachen Hämorrhoiden erst, wenn sie vergrößert sind. Die häufigsten Symptome sind Juckreiz, Nässen, Druckgefühl und Blut am Toilettenpapier oder am Stuhlgang. Die Therapie des Hämorrhoidalleidens erfolgt stadiengerecht und reicht von Salben oder Zäpfchen über Verödung oder Gummibandligatur bis hin zur Operation.
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Es handelt sich um einen Riss in der Analhaut. Typischerweise treten Schmerzen beim Stuhlgang auf, die oft über Stunden anhalten, sowie Blutungen beim Stuhlgang. Oft tritt eine Fissur bei Menschen mit Neigung zur Verstopfung auf. Eine akute Fissur kann meist konservativ behandelt werden. Bei einer chronischen Fissur muss in einer Operation in Vollnarkose das Ausschneiden der Fissur erfolgen.
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Es handelt sich um Hautwucherungen, die durch Humane Papillomviren (HPV) verursacht werden. Da es sich um eine sexuell übertragbare Infektion handelt, sollte sich auch der Sexualpartner untersuchen lassen. Am After können Feigwarzen mit elektrischem Strom entfernt werden. Dabei ist es vom Befund abhängig, ob dies in örtlicher Betäubung erfolgen kann oder eine Vollnarkose erfolgen muss. In jedem Fall ist die Operation ambulant möglich.
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Bei einem Perianalabszess handelt es sich um eine eitrige Entzündung im Gewebe um den Anus. Kleine Abszesse können in örtlicher Betäubung eröffnet werden, größere müssen in Vollnarkose operiert werden.
Eine Perianalvenenthrombose ist eine Thrombose im Venengeflecht am Analrand. Häufig bemerken die Patienten eine plötzlich auftretende, schmerzhafte, bläuliche Schwellung am Afterrand. Manchmal bildet sich eine solche Thrombose innerhalb von 4-6 Tagen von selbst zurück, Andernfalls kann in örtlicher Betäubung die Eröffnung erfolgen, was zu einem unmittelbaren Nachlassen des Druckgefühls und der Schmerzen führt. Und keine Angst: gefährlich ist so eine Thrombose nicht.
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Es handelt sich um eine Hohlraumbildung im Unterhautfettgewebe in der Gesäßfalte, die durch abgebrochene und eingewachsene Haare entsteht. Häufig bemerkt der Patient eine Sekretion im Bereich des Steißbeins. Eine Heilung ist nur mit einer Operation möglich. Dabei muss der gesamte Hohlraum entfernt werden. Hierfür gibt es verschiedene OP-Verfahren, die von einem sparsamen Ausschneiden (sog. "pit picking") über das Ausschneiden mit anschließender offener Wundbehandlung bis hin zu Lappenplastiken reichen. Während die ersten beiden Verfahren ambulant erfolgen können, muss eine Lappenplastik in einer spezialisierten Klinik erfolgen. Hat sich eine Entzündung ausgebildet, treten Schmerzen und ein Druckgefühl auf. Dann muss zunächst die Entzündung entlastet werden (oft in örtlicher Betäubung möglich), ehe zu einem späteren Zeitpunkt dann die definitive chirurgische Sanierung erfolgt.
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